Künstliche Intelligenz im Blickpunkt der ZIM-Netzwerkjahrestagung

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich global zu weit mehr als einem Hype entwickelt. Um die eigene Position im globalen Markt zu festigen, ist KI ist als wegweisende Technologie unabdingbar. Im Wirtschaftsstandort Deutschland sind 99% KMU – wie ist es möglich international wettbewerbsfähig zu bleiben, sowohl als Unternehmen als auch als Land, wenn KI nicht im Mittelpunkt der Betrachtung steht?

Zu diesem Thema lud das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur diesjährigen ZIM-Netzwerkjahrestagung ein.

Symbolbild - Künstliche Intelligenz

Rückblick ZIM-Netzwerkjahrestagung

Christian Hirte, der Parlamentarische Staatssekretär beim BMWi, erörterte zu Beginn welche Chancen sich durch KI, insbesondere für den Mittelstand, ergeben. Effekte wie Kostensenkung, Innovationssteigerung oder die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle können für Mittelständler durch den Einsatz von Künstliche Intelligenz realisiert werden. KI ermöglicht es Unternehmen, sich der (digitalen) Transformation im Rahmen von Industrie 4.0 anzunehmen. Auf diesem Bereich wird auch zukünftig der Schwerpunkt der Förderung liegen, Unternehmen soll somit die Ausschöpfung des Potenzials, das KI bietet, erleichtert werden.

Eine Vielzahl an ZIM-Netzwerken veranschaulichten außerdem die Integration von KI in mittelständischen Unternehmen. Anwendungen in der industriellen Fertigung oder im Gesundheitswesen spiegelten die vielseitigen Möglichkeiten der Künstliche Intelligenz wider.

Die Keynote von Prof. Dr. Maaß vom Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz erläuterte in welchen Produkten und Dienstleistungen KI im täglichen Alltag schon integriert ist und wie dies funktioniert.  Weiter wies er auf Veränderungen von Geschäftsmodellen sowie deren unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftserfolg hin.

Alle Infos sowie Präsentationen und Eindrücke zur ZIM-Netzwerkjahrestagung finden Sie hier.


Was bedeutet Künstlicher Intelligenz?

Künstlichen Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik, welches auf einer Familie von digitalen Techniken basiert. Ihr Ziel ist menschliche Intelligenz nachzubilden. Der Begriff der KI beschreibt also die Realisierung menschlicher Entscheidungsstrukturen innerhalb eines Computers, um diesem das Lösen von Aufgaben zu ermöglichen. Einige Aufgaben könnten somit, im Gegensatz zum Menschen, mit geringem Aufwand erledigt werden. Die Abbildung des menschlichen Geistes in einer Maschine klingt erstmal befremdlich, ist allerdings in Form der „schwachen KI“ schon längst alltäglich. Diese stellt lediglich einzelne menschliche Fähigkeiten wie beispielsweise Sprache, Bilder und Texte dar. Sprachassistenten sind schon seit Jahren auf dem Markt und fest in unseren Alltag integriert.  Die „starke Intelligenz“ hingegen wäre in der Lage, alle menschlichen Handlungen darzustellen und selbstständig weiterzuentwickeln. Bisher konnte ein solches autonomes Abbild der menschlichen Intelligenz allerdings noch nicht entwickelt werden.

KI im Mittelstand mehr Chance als Risiko

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich global zu weit mehr als einem Hype entwickelt. Um die eigene Position im globalen Markt zu festigen, ist KI ist als wegweisende Technologie unabdingbar. Im Wirtschaftsstandort Deutschland sind 99% KMU – wie ist es möglich international wettbewerbsfähig zu bleiben, sowohl als Unternehmen als auch als Land, wenn KI nicht im Mittelpunkt der Betrachtung steht? Stand heute gibt es noch keine allumfassende Lösung – es gilt die Devise: KI muss immer an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden. Von Experten werden der Optimierung der Wertschöpfungskette sowie der Effizienzsteigerung der größte Nutzen zugeschrieben. Logistik, Produktion, Einkauf und Kundendienst sind ebenfalls Unternehmensbereiche, für die KI von enormer Bedeutung sind und eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten bietet.

Skepsis bei der Umsetzung beruhen bei KMU vor allem auf fehlenden Fachkräften und dem fehlenden eigenen Know-How. Außerdem mangelt es oft an Vertrauen gegenüber der KI. Die Frage, wer die KI implementiert, gestaltete sich insbesondere für mittelständische Unternehmen als äußerst schwierig. Oftmals fehlt es an den notwendigen Ressourcen. Auch die fehlende, beziehungsweise häufig nicht ausreichende Datenbasis bildet eine große Herausforderung für KMU, da sie eine nicht unerhebliche Voraussetzung einer Künstlichen Intelligenz ist. KI-Systeme arbeiten und entwickeln sich anhand der gesammelten Daten.

KI revolutioniert das Unternehmen als solches nicht, kann die (digitale) Transformation von Unternehmen allerdings vorantreiben bzw. ergänzen.

Eine tiefergehende Analyse zu den Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz für KMU finden Sie hier.


Strategie der Bundesregierung zur Künstlichen Intelligenz

Vor rund einem Jahr hat Bundesregierung ihre Strategie zur Künstlichen Intelligenz verabschiedet. Diese wurde ressortübergreifend vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgearbeitet.

Die Bundesregierung setzt durch diese Strategie einen Rahmen für eine ganzheitliche politische Gestaltung der weiteren Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz im Wirtschaftsstandort Deutschland. Ziel ist es, dass Deutschland eine Vorreiterrolle in der KI-Forschung einnimmt, um Innovationstreiber zu sein und somit Deutschland als Wirtschaftsstandort zu stärken. Die Bundesregierung hat in der Strategie folgende drei Kernziele verankert:

  1. Europa und Deutschland zu einem führenden KI-Standort entwickeln.
  2. Eine verantwortungsvolle und gewinnorientierte Entwicklung und Nutzung von KI.
  3. KI soll ethisch, rechtlich, kulturell und institutionell in die Gesellschaft eingebettet werden.

Bis ins Jahr 2024 stellt die Bundesregierung, im Rahmen dieser Strategie, Fördermittel in Milliarden Höhe zur Verfügung. Neben der Entwicklung von KI-Lösungen soll mit Hilfe von Schlüsseltechnologien der Mittelstand optimiert und ausgebaut werden. Es gilt den Unternehmen die Chancen und Möglichkeiten, die KI bietet, greifbar zu machen. Die vollständige Strategie finden Sie hier.

Künstliche Intelligenz – Fördermittel nutzen

Des Weiteren betont die Bundesregierung auch im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)[vermehrt KI-Projekte zu fördern. Ein weiteres  Förderprogramm ist das ZIM-Programm. ZIM ist sowohl branchen- als auch technologieoffen und ermöglicht es Unternehmen ihr Innovationsprojekt selbst zu bestimmen. Somit eignet sich ZIM hervorragend zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Stehen Sie vor einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt und möchten eine Förderung in Anspruch nehmen? Sie sind auf der Suche nach einem ZIM-Kooperationspartner oder einem ZIM-Netzwerk? Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen weiter!

Kurzfassung

Künstliche Intelligenz ist mehr als nur ein „Hype“ – es ist als ein fester Teil in der Strategie der Bundesregierung verankert und wird durch diverse Förderprogramme unterstützt, unter anderem durch ZIM – das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand. Auf der ZIM-Netzwerkjahrestagung 2019 stand das Thema im Fokus und das völlig berechtigt, was durch diverse Erfolgsbeispiele belegt wird. Künstliche Intelligenz bietet KMU zahlreiche Vorteile und Optimierungen – die Voraussetzungen sind so gut wie selten zuvor. Wieso also warten?

Füllen Sie jetzt unseren kostenfreien Fördercheck aus und wir helfen Ihnen dabei, das geeignete Förderprogramm für Ihr Innovationsprojekt zu finden!